Roland Kopp-Wichmanns neues E-Book zur Persönlichkeitsentwicklung: Interview und Gewinnspiel

Roland Kopp-Wichmann hat sein neues E-Book “Warum es nicht einfach ist, seine Persönlichkeit zu verändern. Und wie es doch geht.” veröffentlicht. Ich habe Roland auf ein Interview eingeladen und ihm Fragen gestellt, die mir im Bezug auf die Persönlichkeitsentwicklung und sein E-Book unter den Nägeln brannten. Dieses Interview unterliegt ebenso wie alle Inhalte, die von mir stammen, dem Uncopyright.

Wer sich verändert, begibt sich auf unsicheres, weil neues Terrain. Warum soll er sich diesen Stress antun?

Veränderung geschieht meist aus einer Not heraus. Jemand kann oder will so nicht weitermachen, weiterleben. Das hat bedingt etwas mit dem subjektiv empfundenen Leidensdruck zu tun. Doch viele Menschen sind eher leidensbereit als veränderungsneugierig.

Hast Du in Deinen Seminaren schon einmal erlebt, dass Leute sich zwar ändern wollten, aber nicht bereit waren, dafür wirklich Mühe, Zeit und Arbeit zu investieren?

Ja, ungefähr die Hälfte. Alle wollen sich besser fühlen – aber zu den notwendigen Schritten sind nicht alle bereit.

Wenn ja, wie lockst Du sie aus der Reserve?

Gar nicht, das ist nicht mein Auftrag. Ich zeige Ihnen das Verhaltensmuster auf, in dem sie verstrickt sind, was meist mit einem unbewussten Konflikt aus der Herkunftsfamilie zusammenhängt. Insofern zeige ich den Weg, ob ihn jemand geht, liegt nicht in meiner Macht.

Welchen Rat würdest Du jemandem geben, dem der Mut fehlt, seine eigenen Veränderungswünsche anzupacken und seine Komfortzone zu verlassen?

  1. Sich anzuschauen, welche Ängste es sind, die ihn zu lähmen scheinen und dann zu prüfen, wie realistisch diese heute sind.
  2. Ihm aufzuzeigen, dass er ja einen guten Weg gefunden hat, mit seinem Problem fertig zu werden und er es nicht ändern muss.

Selbstbewusstsein kann für die eigene Entwicklung hinderlich und förderlich sein. Wie sind Deine Top-3 für ein gesundes Selbstbewusstsein?

  1. Die Idee aufgeben, von allen Menschen geliebt werden zu wollen.
  2. Täglich über den Satz meditieren: „Ich bin getrennt von anderen.“
  3. Sich Innerlich mit seinen Eltern versöhnen und Ihnen danken.

Wir stehen uns oft mit negativen Gedanken (über uns und unsere Umwelt) selbst im Weg. Wie werden wir diese los und konzentrieren uns auf das, was uns wichtig ist?

Dabei hilft das Konzept des „Inneren Teams“. Negative Gedanken kommen meist von einem inneren Anteil, der letztlich etwas Gutes für einen will. Er will uns warnen, hinweisen, was richtig ist etc. Diese Teile haben ihre Berechtigung, doch wenn sie auf dem inneren Regiestuhl sitzen, geraten wir zu sehr unter deren Einfluss. Hilfreich ist es, solche Gedanken nicht als „die Wahrheit“ zu verstehen, sondern als die Meinung „eines Beraters.“ Und entscheiden sollte aber immer der Chef, die Chefin – nicht der Berater.

Sich auf seine Stärken konzentrieren oder Schwächen ausbügeln? Was ist Deine Empfehlung?

Auf die Stärken konzentrieren, bringt einen immer weiter. Wenn einem dabei aber eine Schwäche zu sehr in die Quere kommt, muss man sich auch um die kümmern.

Müssen wir uns stetig verändern oder können wir einfach auch nur einmal zufrieden sein?

Niemand muss sich verändern. Das Leben ist keine Olympiade. Zufrieden wird man dann, wenn man auf das schaut, was man alles schon hat und ist – und dies genießen kann.

Ist Persönlichkeitsentwicklung nicht eine endlose Spirale, die mir immer nur aufzeigt, was ich noch alles “ändern muss”, statt mir zu zeigen, wie “gut ich schon bin”?

Ich glaube, Veränderung ist ein natürlicher Prozess. Sich nicht verändern, also immer das Gleiche tun, braucht Sturheit und Anstrengung. Ein Vorbild ist die Natur. Sie verändert sich auch ständig, stellt sich auf neue Umstände ein – aber ohne Stress, fließend.

Jemand möchte sich von Dir coachen lassen und sagt: Ich möchte einfach nur ich selbst sein. Was wäre Dein erster Schritt?

Die Frage: „Woran würden Sie merken, dass Sie einfach nur Sie selbst sind?“

Danke Dir für das Interview!

Gewinne eines von drei E-Books

Mit Rolands Unterstützung freue ich mich, drei Exemplare seines neuen E-Books hier auf 1ung7a verlosen zu können. Schickt eine Mail an 7im@1ung7a.eu mit dem Betreff “Gewinnspiel”. Mehr nicht? Doch! Aber nicht viel: Jeder Gewinner erklärt sich bereit, einen kurzen Artikel (ein Review oder eine Anekdote zu einem der Kapitel, etwas, das Euch besonders begeistert hat etc.) über das E-Book zu schreiben. Dieser wird dann hier veröffentlicht. Wer möchte, bekommt natürlich Hilfe.

Das Kleingedruckte

Weil es keine teuren Hotlines gibt, gibt es auch kein Recht auf einen Gewinn oder eine notarielle Auslosung. Ich werde unter den Einsendern per Losverfahren drei Personen ziehen, die dann das E-Book zugeschickt bekommen.

Das Ende. Und nun?

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2 Kommentare

  1. Erstellt am 18. Januar 2010 um 11:25 | Permanent-Link

    Sehr interessantes Interview. Besonders die letzte Frage und Antwort hat mich beeindruckt. Das Thema “Ich selbst sein”. Ich habe auch gemerkt, dass das etwas ziemlich abstraktes ist und deswegen ist die Frage „Woran würden Sie merken, dass Sie einfach nur Sie selbst sind?“ einfach nur genial :-)

    • Tim
      Erstellt am 24. Januar 2010 um 17:36 | Permanent-Link

      Hallo Daniel! Ich danke Dir für das Lob, auch wenn nur die Fragen in meiner Verantwortung lagen. Mich interessiert, wieso Du “Ich selbst sein” abstrakt findest? Ist es das wirklich? Oder ist nur der Weg dahin so steinig, dass man sich permanent auf die eigenen Füße guckt, um nicht zu stolpern?

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